StartseiteInhaltsverzeichnis Schreibratgeber Warum die Prämisse der Anfang jeder überwältigenden Erzählung ist

Warum die Prämisse der Anfang jeder
überwältigenden Erzählung ist

1. Einleitung

Jede herausragende Geschichte beginnt mit einer einfachen, aber kraftvollen Idee. Diese Idee ist der Funke, der die Handlung in Gang setzt, die Figuren antreibt und den Leser oder Zuschauer in den Bann zieht. Doch wie verwandelt man eine vage Idee in eine tragfähige Basis für eine Geschichte, die fesselt, inspiriert und in Erinnerung bleibt? Hier kommt die Prämisse ins Spiel – der Kern einer jeden Geschichte.
In seinem Buch The Anatomy of Story bezeichnet John Truby die Prämisse als das Herzstück des Geschichtenerzählens. Sie ist weit mehr als nur eine Zusammenfassung der Handlung oder ein kurzer Pitch. Die Prämisse legt fest, worum es in der Geschichte wirklich geht – sie definiert den Konflikt, die Figuren und das Thema und gibt der Erzählung ihre Richtung.
In diesem Beitrag tauchen wir tief in Trubys Ansatz zur Prämisse ein. Wir klären, warum sie für die Geschichte so entscheidend ist, wie man eine starke Prämisse entwickelt und welche Fehler man dabei vermeiden sollte. Lass uns herausfinden, warum die Prämisse nicht nur der erste Schritt in Trubys 22-Stufen-Plan ist, sondern auch das Fundament jeder meisterhaften Erzählung.
Bereit, deine Idee auf das nächste Level zu bringen? Dann lass uns loslegen!

2. Definition einer Prämisse

Die Prämisse ist die Geschichte in einem Satz und legt die wichtigsten Elemente der Geschichte fest:

  • Die Hauptfigur und die Figurenentwicklung,
  • das Thema, der Plot und der zentrale Konflikt
  • das Ereignis, das die Geschichte ins Rollen gebracht hat sowie das Ergebnis der Geschichte

Sie bildet den Kern und der erste Schritt, um eine kohärente, mitreißende Geschichte zu entwickeln – sie ist der Grundstein, auf dem alles andere aufbaut.

Beispiel:
Der Pate: Der jüngste Sohn einer Mafiafamilie
nimmt Rache an den Männern, die seinen Vater erschossen haben und
wird der neue Pate.
Mondsüchtig: Während ihr Verlobter seine Mutter in Italien besucht, verliebt sich eine Frau in den Bruder des Mannes.
Casablanca: Ein hartgesottener amerikanischer Auswanderer entdeckt eine alte Flamme wieder, gibt sie aber auf, um gegen die Nazis kämpfen zu können.
Endstation Sehnsucht: Eine alternde Schönheit versucht, einen Mann zu finden, der sie heiratet, während sie ständig von dem brutalen Ehemann ihrer Schwester angegriffen wird.
Star Wars: Als eine Prinzessin in Lebensgefahr gerät, nutzt ein junger Mann seine Fähigkeiten als Kämpfer, um sie zu retten und die bösen Mächte eines galaktischen Imperiums zu besiegen.

3. Sinn und Zweck der Prämisse

Es kann aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein, eine Prämisse zu bilden. Zum Beispiel:
1. Überzeugungskraft nach außen: Verlage (bei Romanen) bzw. Filmproduzenten (bei Drehbüchern) suchen nach einer reißenden Ein-Satz-Zusammenfassung deines Projekts. . Eine starke Prämisse weckt ihr Interesse und zeigt, dass dein Projekt durchdacht und marktfähig ist.
Quelle der Inspiration: Die Prämisse ist die Quelle deiner Inspiration. Sie hält dich motiviert, indem sie dich immer wieder an die Essenz deiner Idee erinnert.
Rahmen und Fokus: Die Prämisse ist gleichzeitig dein Leuchtturm und dein Gefängnis. Sobald du dich für eine Idee entscheidest, verpflichtest du dich gegenüber dir selbst, sie konsequent zu verfolgen. Sie schützt dich davor, dich in anderen Ideen zu verlieren.
Entscheidungshilfe während des Schreibprozesses: Alle Entscheidungen während des Schreibprozesses sollten auf der Prämisse basieren. Denn wie bereits erwähnt – in deiner Prämisse sind deine Figuren, Plot, Themen und Symbole enthalten. Sie ist deine roter Faden und verleiht dir Struktur.
Stabilität der Geschichte: Die Stabilität deiner Geschichte kann geprüft werden: Da du in der Prämisse das Große und Ganze deiner Geschichte abbildest – also die Grundlage deiner Geschichte – kannst du bei einer schwachen Prämisse nichts tun, um die Geschichte zu retten.

Das Gute bei der Prämisse ist, dass man bereits vorab grobe Konzeptfehler in der Geschichte ausbessern kann, bevor man viel Zeit in den ersten Entwurf investiert hat. Sie funktioniert wie ein Filter: Schwächen in der Idee, Logikfehler oder unklare Ziele der Geschichte können frühzeitig erkannt und behoben werden. Man kann verhältnismäßig schnell Änderungen vornehmen, da man sich nur einen einzigen Satz vornimmt, der die gesamte Geschichte zusammenfasst.

Gerade weil die Prämisse das Grundkonzept der Geschichte ist, lohnt es sich, viel Zeit und Sorgfalt darauf zu verwenden. Eine gut ausgearbeitete Prämisse hilft nicht nur, eine klare Richtung für die Handlung vorzugeben, sondern auch, Themen und Figuren besser zu verstehen und miteinander zu verbinden.

Wer sich an dieser Stelle Mühe gibt, spart sich im späteren Schreibprozess viel Arbeit und Frustration. Die Überarbeitung wird einfacher, und die Gefahr, dass der erste Entwurf komplett scheitert oder unbrauchbar wird, sinkt erheblich. Eine starke Prämisse ist also nicht nur der Startpunkt, sondern auch ein Rettungsanker für die gesamte Geschichte.

4. Entwicklung deiner Prämisse

Schritt 1: Schreibe etwas, das dein Leben
verändern könnte

John Truby gibt zu, dass dieser Schritt einen hohen Standard setzt – und genau das ist auch der Punkt. Es geht darum, dass du dich als Autor mit dir selbst befasst und du so herausfindest, was dich selbst bewegt. So stellst du sicher, dass du eine Geschichte schreibst, die für dich eine tiefere Bedeutung hat anstatt eine generische Kopie eines fremden Werkes mit kommerziellen Zweck ist. Diese persönliche Verbindung verleiht emotionale Tiefe und Authentizität, die auch das Publikum spürt.
Truby sieht das Schreiben nicht nur als kreativen Prozess, sondern auch als eine Form der Selbstreflexion. Du musst dich fragen, was dich zutiefst bewegt und welche Themen beschäftigen dich so sehr, dass du Jahre deines Lebens damit verbringen könnte, sie zu erforschen?
Dieser Schritt kann herausfordernd sein. Truby legt dem Leser eine Methode vor, um sich selbst zu öffnen und tief in sich zu gehen.:
1. Zunächst wird eine Liste mit all den Dingen geschrieben, die man gerne im Film sehen oder lesen würde. Dazu gehören Charaktere, Plotideen, Dialoge, Themen, Genres oder Settings.
2. Schreibe anschließend eine zweite Liste, in der du alle deine bisherigen Prämissen sammelst.
Durch einen Vergleich der beiden Listen kannst du erkennen, welche Schlüsselelemente sich wiederholen. Sie zeigen dir, worüber du schreiben solltest, um authentisch zu bleiben und Geschichten zu erschaffen, die potentiell dein Leben als auch das Leben deines Publikum verändern können..

Schritt 2: Entdecke deine Möglichkeiten

Verlass dich nicht darauf, dass dein als finales Ergebnis – auch wenn sie auf dir zunächst gefällt.
Stattdessen solltest du deine Möglichkeiten offenhalten und unterschiedliche Richtungen erkunden, in die deine Idee gehen könnte. Oft liegt das größte Potenzial einer Geschichte in Gedanken oder Ansätzen, die sich erst bei tieferer Reflexion offenbaren.
Versuche über die offensichtliche Idee hinauszudenken und lasse auch Impulse zu, die du im ersten Moment als unpassend befindest.Kreativität erfordert Mut, und manchmal entstehen die besten Ideen aus Experimenten und scheinbaren Umwegen. Schließlich kann man am Ende den besten Ansatz auswählen und weiterverarbeiten.
Truby schlägt vor, sich bewusst Zeit zu nehmen, um die verschiedenen Richtungen auszuloten, die eine Geschichte einschlagen könnte. Als Hilfestellung kann dir eine „Was wäre wenn“-Fragestellung dienen, bei der du eine bestimmte Situation fortspinnst.Spiele Szenarien durch, in denen du deine Grundidee weiterdenkst oder veränderst:
„Was wäre, wenn mein Protagonist ein völlig anderes Ziel verfolgt?“
„Was wäre, wenn die Geschichte in einer völlig anderen Umgebung spielt?“
„Was wäre, wenn die zentrale Beziehung der Figuren anders geartet wäre?“
Indem du solche Fragen stellst, kannst du verschiedene Varianten deiner Geschichte ausloten und überraschende Ideen entdecken, die deine Prämisse bereichern.

Schritt 3: Suche nach Konzeptproblemen

Die nächste Aufgabe besteht darin, die Schwierigkeiten und Schwachstellen seiner eigenen Geschichte frühzeitig auszuloten und zu konfrontieren. Indem du diese Probleme früh erkennst, kannst du gezielt Lösungen entwickeln und vermeiden, dass sie während des Schreibprozesses zu größeren Hindernissen werden.
Stelle dir dazu gezielte Fragen
Ist der Plot zu simpel oder vorhersehbar?
Sind die Figuren klischeehaft? Gibt es Themen, die schwierig umzusetzen sind?
Fehlt der Geschichte möglicherweise eine emotionale Tiefe oder ein klarer Fokus?
Diese Kernprobleme gilt es zu lösen, bevor du mit dem Schreiben anfängst. Im besten Fall erlernt man die Fähigkeit, die Probleme bereits beim Formulieren der Prämisse zu erkennen.
Sobald du die Herausforderungen identifiziert hast, entwickle gezielt Strategien, um sie zu bewältigen . Nutze dabei deine Prämisse als Leitfaden, um sicherzustellen, dass alle Elemente der Geschichte zusammenpassen.

Schritt 4: Finde dein Gestaltungskonzept

Truby erklärt, dass jede großartige Geschichte durch ein einzigartiges Konzept oder eine besondere Idee zusammengehalten wird, die darüber entscheidet, wie die Handlung erzählt wird. Dieses Prinzip ist so etwas wie der „DNA-Code“ der Geschichte – es legt fest, welche Form die Geschichte annimmt und wie ihre Elemente zusammenwirken.
KEY POINT: The designing principle is what organizes the story as a whole. It is the internal logic of the story, what makes the parts hang together organically so that the story becomes greater than the sum of its parts. It is what makes the story original.“
„SCHLÜSSELPUNKT: Das Gestaltungsprinzip ist das, was die Geschichte als Ganzes organisiert. Es ist die innere Logik der Geschichte, die dafür sorgt, dass die Teile organisch zusammenpassen, sodass die Geschichte mehr wird als die Summe ihrer Teile. Es ist das, was die Geschichte originell macht.“
Ohne ein klares gestalterisches Prinzip läuft eine Geschichte Gefahr, beliebig oder unausgereift zu wirken. Das Gestaltungsprinzip ist es, was deiner Geschichte Originalität gibt und diese von anderen, generischen Geschichten abhebt.
John Truby stellt diese Formel auf:
Gestaltungsprinzip = Verlauf der Geschichte + originelle Ausführung
Du kannst das Gestaltungsprinzip bzw. sogar mehrere Gestaltungsprinzipe aus der Prämisse herausarbeiten. Jedes Prinzip birgt unterschiedliche Chancen und Risiken, die gelöst werden müssen.

Schritt 5: Ermittle deine beste Figur

Zu diesem Schritt erklärt John Truby, wie wichtig es ist, den richtigen Protagonisten für deine Geschichte zu finden. Deine Hauptfigur ist der zentrale Motor der Handlung, und die gesamte Geschichte wird durch ihre Entscheidungen, Konflikte und Entwicklung vorangetrieben. Daher ist es essenziell, denjenigen Charakter auszuwählen, der die Idee deiner Geschichte am besten verkörpert.
Die beste Figur für deine Geschichte ist jene, die den Leser potentiell am fesselndsten findet. Das geschieht durch Tiefe und Komplexität sowie durch Herausforderungen – nicht zwangsläufig durch Sympathie. Figuren, die innere Konflikte und interessante Motivationen besitzen, bieten nicht nur Raum für charakterliche Entwicklung, sondern ziehen auch das Publikum in die Geschichte hinein.
Wenn keine deiner Figuren ein geeigneter Hauptchatalter ist, ist es ein Indiz dafür, dass die Geschichte nicht ausgereift ist.

Schritt 6: Finde den zentralen Konflikt

Der zentrale Konflikt ist das Hauptproblem oder der Hauptwiderstand, mit dem die Hauptfigur konfrontiert wird. Es ist der Kampf, der sich aus den Zielen des Protagonisten und den Hindernissen, die ihm im Weg stehen, ergibt. Der Konflikt bestimmt, welche Herausforderungen der Protagonist überwinden muss, und zwingt ihn dazu, sich zu entwickeln, zu wachsen oder zu scheitern.
Es ist essentiell, den zentralen Konflikt der Geschichte klar zu definieren.
Frage dich, wer kämpft gegen wen – und um was. Die Antwort auf diese Frage ist dein zentraler Konflikt.
Der zentrale Konflikt sollte direkt aus der Prämisse der Geschichte hervorgehen. Er ist eng mit den Zielen und Motivationen der Hauptfigur sowie den antagonistischen Kräften verknüpft.

Schritt 7: Entwickle deinen Plot auf einem Ursachen-und-Wirkung Prinzip

In einer gut erzählten Geschichte führt jede Handlung zu einer logischen Reaktion oder Konsequenz. Jede Handlung einer Figur sollte eine logische Konsequenz haben, die wiederum die nächste Handlung oder das nächste Ereignis auslöst. Dieser Kausalzusammenhang (Urssche-Wirkungs-Beziehung) sorgt dafür, dass die Ereignisse der Geschichte miteinander verbunden sind und der Leser oder Zuschauer vollständig in die Geschichte eintauchen kann.
Weil A passiert ist, hat sich die Geschichte zu B entwickelt. Wäre A nicht zuerst passiert, wäre es vielleicht stattdessen zu C gekommen.
Jede Entscheidung, die eine Figur trifft, sollte Konsequenzen haben, die wiederum die Handlung vorantreiben. Truby beschreibt dies als „den Motor deiner Geschichte“ – das, was die Ereignisse in Bewegung hält.
Frage dich also nach jeder Szene:
– Führt diese Szene logisch zur nächsten?
– Welche Entscheidung oder Aktion hat dieses Ereignis ausgelöst?
– Wie beeinflusst das Ergebnis dieser Szene die Ziele der Figuren?
Es ist wichtig, dass auch in der Prämisse das „Ursachen-Wirkungsprinzip“ einzubeziehen. Fehlt das Ursachen-Wirkungsprinzip in der Prämisse, ist die Geschichte kausal nicht logisch.
Ein entscheidender Bestandteil dieses Schritts ist die sogenannte „basic action“ deines Helden. Hierbei handelt es sich um eine übergeordnete Handlung, die die Figur während der gesamten Geschichte ausführt, um ihr Ziel zu erreichen. Die „basic action“ ist die zentrale Handlungsmethodik einer Figur, die sich aus ihren Motiven, ihrer Persönlichkeit und ihrem Ziel ableitet. Sie ist eine Art wiederkehrendes Muster, das sich in den Aktionen der Figur zeigt. Es ist keine einzelne Handlung, sondern eine konsistente Art, wie die Figur vorgeht.
Die übergeordnete Handlung sollte diejenige sein, die den Protagonisten dazu zwingt, mit seiner Schwäche konfrontiert zu werden und sich zu ändern.

Schritt 8: Ermittle mögliche Figurenentwicklungen

Die Figurenentwicklung – ob es sich um einen positiven oder um einen negativen Wandel handelt – ist für die Leserschaft das fesselndste Element. Eine wirkungsvolle Transformation des Helden verleiht der Handlung emotionale Tiefe und sorgt dafür, dass die Geschichte nachhaltig im Gedächtnis des Lesers oder Zuschauers bleibt.
Truby drückt die Figurenentwicklung in folgender Formel aus:
Schwäche bzw. Moral * basic action = Veränderung der Figur
Oder ausformuliert: Eine Figur mit körperlicher oder Psychologischer Schwäche kämpft um etwas und ändert sich deshalb ins Positive oder ins Negative.
Bevor du mit dem Schreiben beginnst, überlege, ob und wie dein Held sich verändern könnte. Möglicherweise fällt es dir leichter, wenn du zunächst die basic action erfindest und dazu das Gegenteil herausarbeitest, um die Schwäche und Änderungen am Ende des Romans daraus abzuleiten.
Hier kann – wie bei jedem anderen Schritt – brainstorming helfen.
Truby weist darauf hin, dass die Charakterveränderung nicht immer positiv sein muss. Ein Held kann wachsen, moralisch reifen und sich verbessern, aber es ist ebenso möglich, dass er scheitert oder sich zum Schlechteren entwickelt. Wichtig ist, dass die Veränderung glaubwürdig und tiefgreifend ist.

Schritt 9: Finde die moralische Entscheidung deines Helden

Das zentrale Thema der Geschichte wird häufig durch eine moralische Entscheidung des Protagonisten verkörpert, die am Ende des Romans, des Drehbuchs oder des Theaters getroffen wird. Sie stellt den Protagonisten vor eine tiefgreifende Herausforderung, die seine inneren Werte und Überzeugungen auf die Probe stellt. Darin zeichnet sich ab, wer der Held wirklich ist und wie dieser – die Welt wahrnimmt.
Du stellst deinen Helden vor die Wahl: entweder muss er am Ende zwischen zwei gleichwertigen positiven oder negativen Ausgängen wählen. Es nur eine gekünstelte und langweilige Entscheidung, wenn dein Protagonist zwischen einer positiven und einer negativen Sache wählen muss. Es kann keine Spannung aufgebaut werden, da das Ergebnis vorhersehbar ist.
Um eine solche Entscheidung glaubwürdig zu gestalten, frage dich:
Welche Grundwerte prägen den Protagonisten zu Beginn der Geschichte?
Wie werden diese Werte durch die Herausforderungen der Handlung infrage gestellt?
Welche Konsequenzen hat die moralische Entscheidung für den Helden und sein Umfeld?
Die moralische Wahl ist oft der emotionale Höhepunkt der Geschichte. Sie zeigt, wie der Held sich verändert hat, und liefert dem Publikum eine wichtige Botschaft, die über die Geschichte hinausreicht. Die Entscheidung, die der Held trifft, beeinflusst seine Entwicklung maßgeblich. Sie kann ihn wachsen lassen, indem er für das Richtige einsteht, oder ihn ins Verderben führen, wenn er eine falsche Wahl trifft. Wichtig ist, dass die Konsequenzen der Wahl realistisch und bedeutungsvoll sind.

Schritt 10: Prüfe den Reiz für die Leserschaft

Löst die Geschichte genug Interesse für viele Menschen aus? Wenn du die Frage mit nein beantwortest und du nicht nur für dich selbst schreiben möchtest, solltest du dich aus kommerziellen Gründen für eine andere Prämisse entscheiden.
Denn eine Geschichte kann noch so gut konstruiert sein – ohne eine emotionale Verbindung zum Publikum wird sie nicht erfolgreich sein.

Es geht darum, die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe zu erkennen – sei es Spannung, Humor, emotionale Tiefe oder intellektuelle Herausforderungen.Ein wichtiger Aspekt der Publikumswirksamkeit ist die Balance zwischen Originalität und Vertrautheit. Das Publikum sollte etwas Neues erleben, aber gleichzeitig sollte die Geschichte genug vertraute Elemente enthalten, um zugänglich und verständlich zu sein.

Es kann empfehlenswert sein, die Geschichte im Vorfeld zu testen – sei es durch das Feedback von Freunden, anderen Autoren oder Testpublikum. Dies kann helfen, Schwachstellen zu erkennen und herauszufinden, ob die Geschichte die gewünschte Wirkung erzielt.

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